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Drohnenregeln: Italien
Zuletzt geprüft: 5. Oktober 2026
Pflicht ab 250 g oder bei Kamera; in Italien wohnende Betreiber registrieren sich auf D-Flight und bringen den QR-Code an. Mit deutscher e-ID bist du im EASA-Raum registriert.
Die ENAC verlangt eine Haftpflichtversicherung, die zur Art der Flüge passt – auch für Freizeitflüge und für Drohnen unter 250 g mit Kamera; nur Spielzeug ist ausgenommen.
Für Touristen
Du fliegst mit deiner deutschen e-ID und deinem EU-Kompetenznachweis, eine zweite Betreiberregistrierung in Italien brauchst du nicht. Du brauchst aber eine Haftpflicht, die Italien abdeckt, und prüfst vor jedem Flug die Zonen im Portal D-Flight.
Weitere Regeln
- In Italien registrierst du dich als Drohnenbetreiber über das Portal D-Flight bei der Luftfahrtbehörde ENAC – Pflicht ab 250 Gramm Startgewicht oder bei jeder Drohne mit Kamera bzw. anderem Aufnahmesensor. Die zugeteilte Kennung wird als QR-Code an der Drohne angebracht.
- D-Flight bietet auch eine App für die Flugvorbereitung an, die vorab über Flugverbotszonen informiert. Der Account ist kostenlos, die Registrierung dauert nur wenige Minuten. Zu finden unter https://www.d-flight.it/web-app/
- Registriert wird nur einmal, und zwar in dem EASA-Staat, in dem du deinen Wohnsitz hast – zum EASA-Raum gehören die EU-Länder plus Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Die Betreibernummer gilt dann im gesamten EASA-Raum: Wer bereits in einem anderen EASA-Land registriert ist, braucht in Italien keine zweite Registrierung. Nur wer außerhalb des EASA-Raums wohnt, registriert sich in dem EASA-Staat, in dem er zuerst fliegt.
- Eine Haftpflichtversicherung, die zur Art der Flüge passt, ist in Italien für den Drohnenbetrieb in der offenen Kategorie vorgeschrieben – ausdrücklich auch für Drohnen unter 250 Gramm mit Kamera. Ausgenommen sind nur Drohnen, die als Spielzeug gelten.
- Zusätzlich zu den EU-weiten Vorgaben gilt in Italien das nationale Regelwerk UAS-IT der ENAC, das eigene Ergänzungen etwa zu Kontrollen und Sanktionen enthält.
- In der offenen Kategorie muss die Drohne weniger als 120 Meter vom Boden bzw. vom nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche entfernt bleiben, und du fliegst immer in Sichtweite.
- Welche Unterkategorie gilt, hängt von der Klasse ab: C0 und C1 fliegen in A1, C2 in A2 (mindestens 30 Meter zu Unbeteiligten, im Langsamflugmodus 5 Meter), C0 bis C4 in A3 mit 150 Metern Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten. Drohnen ohne Klassenkennzeichnung, die vor dem 1. Januar 2024 in Verkehr gebracht wurden, dürfen unter 250 Gramm in A1 und unter 25 Kilogramm in A3 fliegen.
Quellen
Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung und keine amtliche Auskunft — Gesetze ändern sich, und wir können keine hundertprozentige Aktualität garantieren. Bitte prüfe vor deinem Flug zusätzlich die offizielle Quelle oder die zuständige Luftfahrtbehörde vor Ort.