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Drohnenregeln: Europa

Stand: 5. Oktober 2026

Maximale Flughöhe
120 m
Registrierung
Erforderlich
Versicherung

Weitere Regeln

  • Dieser Eintrag beschreibt die gemeinsame EU-weite Drohnenverordnung (EU 2019/947 und 2019/945), die in allen 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen einheitlich gilt – die Schweiz wendet sie seit 2023 über das Luftverkehrsabkommen mit der EU ebenfalls an. Für die Regeln eines konkreten Landes lohnt sich trotzdem der jeweilige Länder-Eintrag, da einzelne Staaten die EU-Vorgaben zusätzlich verschärfen dürfen – etwa bei der Versicherungspflicht, die deshalb hier bewusst nicht pauschal als Pflicht markiert ist.
  • Flüge werden nach Risiko in drei Kategorien eingeteilt: Offen (geringes Risiko, für die allermeisten Freizeitflüge relevant), Speziell (mittleres Risiko, mit Genehmigung) und Zulassungspflichtig (hohes Risiko). Innerhalb der offenen Kategorie gibt es die Unterkategorien A1 (über Menschenansammlungen nie; ob du einzelne Unbeteiligte überfliegen darfst, hängt von der Drohnenklasse ab – mit C1-Drohnen musst du davon ausgehen können, dass niemand überflogen wird), A2 (mindestens 30 Meter Abstand zu Unbeteiligten, im Langsamflugmodus bis auf 5 Meter reduzierbar) und A3 (mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten).
  • In der offenen Kategorie fliegst du höchstens 120 Meter über dem nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche und behältst die Drohne immer in direkter Sichtverbindung (VLOS). Wo du fliegen darfst, regeln zusätzlich die nationalen UAS-Geozonen: Sie können Flüge verbieten, an Bedingungen knüpfen oder eine vorherige Freigabe verlangen.
  • Eine Registrierung als Betreiber ist EU-weit ab 250 Gramm Startgewicht nötig, unabhängig vom Gewicht aber auch schon dann, wenn die Drohne einen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten trägt (z. B. eine Kamera) und nicht als reines Spielzeug im Sinne der EU-Spielzeugrichtlinie gilt. Die Registrierung ist nur in einem einzigen Mitgliedstaat nötig (in der Regel dem Wohnsitzland) und gilt dann EU-weit, ebenso wie der EU-Kompetenznachweis.
  • Für ältere Drohnen ohne C-Klassenkennzeichnung, die vor dem 1. Januar 2024 in Verkehr gebracht wurden ("Legacy"-Drohnen), gilt: Modelle unter 250 Gramm darfst du weiterhin in der Unterkategorie A1 fliegen, alle anderen bis 25 Kilogramm nur in der deutlich abstandsintensiveren Unterkategorie A3.
  • Kurz gesagt: Die EU-Regeln geben den gemeinsamen Rahmen vor (Registrierung, Höhenlimit, Kompetenznachweis), aber Details wie Versicherungspflicht, genaue Sperrzonen oder zusätzliche nationale Auflagen unterscheiden sich von Land zu Land – dafür lohnt sich der Blick in den jeweiligen Länder-Eintrag in diesem Regelwerk.

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Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung und keine amtliche Auskunft — Gesetze ändern sich, und wir können keine hundertprozentige Aktualität garantieren. Bitte prüfe vor deinem Flug zusätzlich die offizielle Quelle oder die zuständige Luftfahrtbehörde vor Ort.